Einzelhandel im Euroraum setzt im Juli weniger um

Einzelhandel in Europa

Der Einzelhandelsumsatz sank im Juli 2018 saisonbereinigt in der Eurozone um 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat und blieb in der EU28 unverändert, wie das EU-Statistikamt Eurostat Anfang September mitteilte. Der Einzelhandel mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren verzeichnete im Euroraum einen Umsatzrückgang um 0,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Hingegen konnte der Nonfood-Handel ein Umsatzplus von 0,4 Prozent gegenüber Juni 2018 erzielen. Bei Benzin und anderen Motorenkraftstoffen gab es ein Minus von 0,7 Prozent. Am stärksten wuchs der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen mit einer Wachstumsrate von 1,4 Prozent gegenüber dem Vormonat.

In der Europäischen Union (EU28) blieben die Einzelhandelsumsätze im Juli 2018 gegenüber dem Vormonat unverändert. Der Lebensmitteleinzelhandel verzeichnete ein Umsatzminus von 0,3 Prozent gegenüber Juni 2018, während der Nonfood-Handel im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent zulegen konnte.

Gegenüber Juli 2017 stieg der kalenderbereinigte Einzelhandelsindex im Juli 2018 im Euroraum um 1,1 Prozent und in der EU28 um 2,0 Prozent.

Im Euroraum ist der Anstieg des Absatzvolumens im Einzelhandel um 1,1 Prozent im Juli 2018 gegenüber Juli 2017 auf Zuwächse im Lebensmitteleinzelhandel um 1,4 Prozent, bei Motorenkraftstoffen um 1,3 Prozent und im Nonfood-Handel um 0,9 Prozent zurückzuführen. Besonders kräftige Umsatzzuwächse im Euroraum verzeichneten die Einzelhändler im Versand- und Online-Handel (+ 7,3 Prozent gegenüber Juli 2017). Allein der Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung und Schuhen musste einen Umsatzrückgang um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat verzeichnen.

In der EU28 stieg der Umsatz im Lebensmitteleinzelhandel im Juli 2018 um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nonfood-Handel meldete ein Umsatzplus von 1,8 Prozent. Die höchsten Umsatzsteigerungen verzeichneten der interaktive Einzelhandel (+10,0 Prozent) sowie der Einzelhandel mit pharmazeutischen und medizinischen Produkten (+6,5 Prozent).